Protokoll zur öffentlichen Vorstandssitzung vom 08.04.2014

Auf der Tagesordnung stand ein Bericht über EU-Umgebungslärmrichtlinie. Diese wurde 2002 durch das Europäische Parlament erlassen. Ziel dieser Richtlinie ist die Bewertung und die Bekämpfung von Umgebungslärm sowie der Schutz von ruhigen Gebieten vor (weiterer) Verlärmung.
Die wesentlichen Elemente zur Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtlinie sind:
– die Ermittlung der Belastung durch Lärmkarten,
– die Vermeidung und Verminderung von Lärm durch Aktionspläne
Nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BimSchG) wird die Eisenbahn erst ab 2015 in die Lärmaktionsplanung aufgenommen.
In Ahrensburg hat 2008/2009 den 1. Lärmaktionsplan incl. Lärmkarte aufgestellt, welche alle 5 Jahre aktualisiert werden müssen. Zum weiterlesen: Beschluss der StVV vom 29.06.2009 , die Vorlage 2009_048_1 zum Beschluss, die Anlage 4 zur Vorlage 2009_048_1 und die Karte über ruhige Gebiete.

Wie auch in der 1 Stufe der Lärmaktionsplanung, wurde auch in der 2.Stufe wieder eine Lenkungsgruppe gebildet. Die Verwaltung hat hierzu folgende (Umwelt-) Initiativen der Stadt Ahrensburg eingeladen:
• Anliegergemeinschaft Parkviertel
• AK Lärmminderung Ahrensburg Zentrum/Nord
• VIGA (Vereinigte Int. Gem. Ahrensburg)
• BILAM
• IGANO
• IG-Gartenholz
• NABU
• BUND
• Verein Jordsand
• Bürgergemeinschaft Am Hagen
(delegiert: Vorstandsmitglied Ragnar Rohweder)
• Interessengemeinschaft Ahrensfelde
• Naturschutzbeauftragter Herr Rolf de Vries
• ADFC
sowie
• Politische Parteien
• Fachleute hier Lärm Konsult
• Verwaltung u.a. Herr Bade

Zur Beurteilung der Lärmbelastung gibt es ein EU-weit gültiges Rechenmodel, bestehend aus 24 Stunden-Werten = Lden und Nacht-Werten = Lnight. Die Lärmbelastung hat die Firma Lärm Consult für die Ahrensburger Hauptverkehrsstraße und sonstige Straßen berechnet und in eine Lärmkarte umgesetzt. Zum Weiterlesen (hier).

Nach den Richtlinien ergibt sich ein Handlungsbedarf ab einem Wert von 65 dB(A) Tag und von 55 dB(A) Nacht. Um die Lärmkarte zielorientiert abzuarbeiten, wurde Ahrensburg in Quartiere aufgeteilt. Die im Hagen am meisten von Lärm belastete Straße, der Braune Hirsch, befand sich aber in keinem Quartier, da die jeweiligen Tag- / Nacht- Werte ca. 1 dB(A) unter dem Wert für einen Handlungsbedarf lagen. Hier konnte die Bürgergemeinschaft Am Hagen erfolgreich intervenieren, so dass der Braune Hirsch trotzdem als Quartier 10 in die Lärmaktionsplanung aufgenommen wurde.

Bisher gabt es drei Sitzungen der Lenkungsgruppe: am 30. September 2013, am 29.Januar 2014 und am 13.März 2014.
Laut den Gutachtern gibt es im Vergleich zu 2009 bei der Verkehrsbelastung z. Zt. keine Zunahme, geht aber in einer Prognose zukünftig von einer Zunahme von +10% aus.

Leider sind noch nicht alle Maßnahme aus dem 1. Lärmaktionsplan von 2008/2009 umgesetzt worden. Es fehlt noch ein Geschwindigkeitsanzeiger am Brauner Hirsch am Ortseingang aus Ahrensfelde.

In der jetzigen Lärmaktionsplanung gibt es für das Quartier 10 folgende Vorschläge:
• Brauner Hirsch: durchgehende 30km Zone
• Brauner Hirsch in Höhe Pionierweg / Ginsterweg: Ampelsystem.
Da hier in Richtung Ahrensfelde der Fahrrad- und Fußweg auf der rechten Seite endet und zur Querung Brauner Hirsch zwingt, wäre hier auch eine potentielle Gefahrenstelle beseitigt.
• Brauner Hirsch zwischen Dänenweg und Pionierweg: zum Schallschutz auf beiden Seiten eine Erhöhung der Wälle auf das maximal Mögliche, eventuell mit einer Stützmauer zum Fußweg.

Den Bericht zur neuen Lärmkartierung sowie die aktualisierten Lärmkarten sind vom 23.04.2013 bis zum 23.07.2013 im Foyer des Ahrensburger Rathauses für die öffentliche Einsichtnahme ausgestellt.

Gesamtüberblick zum Lärmminderungsplanung gibt es auf der Internetseite der Stadt Ahrensburg (hier)

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